Abhängigkeit
Diese Lernkarte bündelt die HPP-Logik zu Abhängigkeit und substanzbedingten Störungen: schädlichen Gebrauch, Abhängigkeitssyndrom, Toleranz, Kontrollverlust, Craving, Entzug, Intoxikation, Alkohol- und Opioidrisiken, substanzinduzierte Psychosen, pathologisches Spielen und typische Komorbiditäten einordnen.
Substanz oder Verhalten erfassen: Alkohol, Opioide, Sedativa, Stimulanzien, Cannabis, Halluzinogene, Nikotin, Glücksspiel oder Mischkonsum.
- Substanz oder Verhalten erfassen: Alkohol, Opioide, Sedativa, Stimulanzien, Cannabis, Halluzinogene, Nikotin, Glücksspiel oder Mischkonsum.
- Muster klären: einmalige Intoxikation, schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, Entzug, psychotische Störung oder amnestisches Syndrom.
- Kriterien prüfen: Craving, Kontrollverlust, Toleranz, Entzug, Vernachlässigung anderer Interessen, Fortsetzen trotz Schäden.
- Akute Gefahr suchen: Bewusstseinsstörung, Atemdepression, Krampfanfall, Delir, Suizidalität, Fremdgefahr, schwere Intoxikation.
Fachbegriffe bleiben dezent im Lesefluss markiert und sind hier gesammelt zum schnellen Wiederfinden.
Warum dieses Thema relevant ist
Suchtfragen verlangen eine doppelte Perspektive: diagnostische Kriterien und akute Sicherheit. Du prüfst Substanz, Muster, Kontrollverlust, Körperfolgen, psychische Folgen, Entzug, Komorbidität und die Frage, ob ambulante HPP-Arbeit sicher reicht.
Warum das wichtig ist
Abhängigkeit taucht im Korpus direkt und indirekt auf: Alkohol, Opioide, pathologisches Spielen, Psychosen, Depression, Angst, Delir und rechtliche Grenzen. Die Karte verbindet Kriterien mit Sicherheitslogik.
Typische Fehler
- 1Schädlichen Gebrauch und Abhängigkeitssyndrom gleichsetzen.
- 2Entzug als reine Willensfrage betrachten.
- 3Alkoholentzug ohne Delir- und Krampfanfallrisiko einschätzen.
- 4Substanzkonsum bei Psychosevignetten nicht aktiv mitdenken.
- 5Pathologisches Spielen als Gewohnheit statt als Sucht-/Impulskontrollthema lesen.
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Substanz, Muster, Gefahr
Diese Reihenfolge hilft bei Alkohol-, Medikamenten-, Drogen- und Verhaltenssuchtfragen.
- 1Substanz oder Verhalten erfassen: Alkohol, Opioide, Sedativa, Stimulanzien, Cannabis, Halluzinogene, Nikotin, Glücksspiel oder Mischkonsum.
- 2Muster klären: einmalige Intoxikation, schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, Entzug, psychotische Störung oder amnestisches Syndrom.
- 3Kriterien prüfen: Craving, Kontrollverlust, Toleranz, Entzug, Vernachlässigung anderer Interessen, Fortsetzen trotz Schäden.
- 4Akute Gefahr suchen: Bewusstseinsstörung, Atemdepression, Krampfanfall, Delir, Suizidalität, Fremdgefahr, schwere Intoxikation.
- 5Komorbidität mitdenken: Depression, Angst, PTBS, Persönlichkeitsstörung, Psychose, ADHS, Schlafstörung.
- 6Motivation und Krankheitseinsicht prüfen, aber nicht moralisieren.
- 7Prüfungsfalle: Abstinenzentscheidung allein macht noch keine sichere Entgiftung.
Schädlicher Gebrauch oder Abhängigkeit?
Die Unterscheidung ist ein Klassiker.
- Schädlicher Gebrauch bedeutet Konsum mit nachweisbaren körperlichen oder psychischen Schäden.
- Abhängigkeitssyndrom meint ein Muster mit Kontrollverlust, starkem Verlangen, Toleranz, Entzug, Einengung und Fortsetzen trotz Schäden.
- Toleranz bedeutet, dass für gleiche Wirkung mehr Substanz gebraucht wird oder gleiche Menge weniger wirkt.
- Craving ist starkes Verlangen oder Drang zu konsumieren.
- Kontrollverlust betrifft Beginn, Menge, Dauer oder Beendigung des Konsums.
- Soziale Folgen können wichtig sein, ersetzen aber nicht die diagnostische Kriterienlogik.
- Prüfungsfalle: Hohe Trinkmenge allein beweist Abhängigkeit nicht; das Muster entscheidet.
Intoxikation und Entzug: Notfallzeichen
HPP-Grenzen sind bei Suchtfragen besonders wichtig.
- Alkoholintoxikation: Koordinationsstörung, Enthemmung, Bewusstseinsveränderung, Atem-/Aspirationsrisiko bei schwerer Vergiftung.
- Alkoholentzug: Tremor, Schwitzen, Unruhe, Schlafstörung, Krampfanfallrisiko und Delirrisiko.
- Delirium tremens: Bewusstseinstrübung, Desorientierung, Halluzinationen, vegetative Entgleisung; medizinischer Notfall.
- Opioidintoxikation: Bewusstseinseintrübung, Atemdepression, Miosis; Notfall.
- Stimulanzien: Unruhe, Tachykardie, Hypertonie, Angst, Psychose, Krampfanfall oder Hyperthermie möglich.
- Benzodiazepin-/Sedativaentzug kann gefährlich sein und Krampf-/Delirrisiken bergen.
- Prüfungsfalle: Entgiftung nicht als einfache HPP-Gesprächsintervention behandeln.
Substanzinduzierte Psychose und Komorbidität
Sucht und andere Störungen treten häufig zusammen auf und können sich gegenseitig imitieren.
- Substanzinduzierte Psychose kann während oder nach Konsum auftreten und über einfache Intoxikation hinausgehen.
- Cannabis, Amphetamine, Kokain, Halluzinogene, Alkoholentzug und Medikamente können psychotische Symptome triggern.
- Depressive Symptome können Folge von Konsum, Entzug, Lebensfolgen oder eigenständiger affektiver Störung sein.
- Angst und Schlafstörung können Konsumfolge oder Konsumauslöser sein.
- ADHS und Persönlichkeitsstörungen können mit Substanzgebrauch komorbid sein.
- Pathologisches Spielen zeigt Kontrollverlust, Einengung, Fortsetzen trotz Schäden und soziale Folgen ohne Substanz.
- Prüfungsfalle: Erst Psychose diagnostizieren und Substanz-/Entzugskontext ignorieren.
Merke: Sucht ist Diagnose plus Sicherheitsfrage
Bei Abhängigkeit prüfst du Kriterien, Substanz, Entzug, Intoxikation, Komorbidität und Gefährdung. Akute Intoxikation, Atemdepression, Entzugsdelir, Krampfanfall, Psychose oder Suizidalität gehören nicht in alleinige ambulante HPP-Behandlung.
Häufige Fragen
Quellen
Prüfungsnahe Fragen und Lernkarten für Heilpraktikerprüfung und HPP, Themenfeld Psychiatrie, zuletzt geprüft am 6.5.2026.
Originale HPP-Lernkarte aus Corpus- und offizieller Klassifikationsanalyse; keine Nutzung fremder PDF-Inhalte.
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