Abhängigkeit

Diese Lernkarte bündelt die HPP-Logik zu Abhängigkeit und substanzbedingten Störungen: schädlichen Gebrauch, Abhängigkeitssyndrom, Toleranz, Kontrollverlust, Craving, Entzug, Intoxikation, Alkohol- und Opioidrisiken, substanzinduzierte Psychosen, pathologisches Spielen und typische Komorbiditäten einordnen.

Zuletzt geprüft
6.5.2026
Orientierung
11 klar gegliederte Abschnitte zum ruhigen Lesen und schnellen Nachschlagen.
Kurz erklärt

Substanz oder Verhalten erfassen: Alkohol, Opioide, Sedativa, Stimulanzien, Cannabis, Halluzinogene, Nikotin, Glücksspiel oder Mischkonsum.

Auf einen Blick
  • Substanz oder Verhalten erfassen: Alkohol, Opioide, Sedativa, Stimulanzien, Cannabis, Halluzinogene, Nikotin, Glücksspiel oder Mischkonsum.
  • Muster klären: einmalige Intoxikation, schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, Entzug, psychotische Störung oder amnestisches Syndrom.
  • Kriterien prüfen: Craving, Kontrollverlust, Toleranz, Entzug, Vernachlässigung anderer Interessen, Fortsetzen trotz Schäden.
  • Akute Gefahr suchen: Bewusstseinsstörung, Atemdepression, Krampfanfall, Delir, Suizidalität, Fremdgefahr, schwere Intoxikation.
Diese Seite beantwortet
Abhängigkeit HPP Prüfung
Besonders hilfreich für
HPP-Lernende, die Suchtvignetten über Kriterien, Entzug, Intoxikation und psychiatrische Risiken lösen wollen
Begriffe auf dieser Seite

Fachbegriffe bleiben dezent im Lesefluss markiert und sind hier gesammelt zum schnellen Wiederfinden.

CravingToleranzentwicklung
Einordnung

Warum dieses Thema relevant ist

Suchtfragen verlangen eine doppelte Perspektive: diagnostische Kriterien und akute Sicherheit. Du prüfst Substanz, Muster, Kontrollverlust, Körperfolgen, psychische Folgen, Entzug, Komorbidität und die Frage, ob ambulante HPP-Arbeit sicher reicht.

Kontext

Warum das wichtig ist

Abhängigkeit taucht im Korpus direkt und indirekt auf: Alkohol, Opioide, pathologisches Spielen, Psychosen, Depression, Angst, Delir und rechtliche Grenzen. Die Karte verbindet Kriterien mit Sicherheitslogik.

Prüfung

Typische Fehler

  • 1Schädlichen Gebrauch und Abhängigkeitssyndrom gleichsetzen.
  • 2Entzug als reine Willensfrage betrachten.
  • 3Alkoholentzug ohne Delir- und Krampfanfallrisiko einschätzen.
  • 4Substanzkonsum bei Psychosevignetten nicht aktiv mitdenken.
  • 5Pathologisches Spielen als Gewohnheit statt als Sucht-/Impulskontrollthema lesen.
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Inhalte
Abschnitt

Substanz, Muster, Gefahr

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Diese Reihenfolge hilft bei Alkohol-, Medikamenten-, Drogen- und Verhaltenssuchtfragen.

  1. 1Substanz oder Verhalten erfassen: Alkohol, Opioide, Sedativa, Stimulanzien, Cannabis, Halluzinogene, Nikotin, Glücksspiel oder Mischkonsum.
  2. 2Muster klären: einmalige Intoxikation, schädlicher Gebrauch, Abhängigkeit, Entzug, psychotische Störung oder amnestisches Syndrom.
  3. 3Kriterien prüfen: Craving, Kontrollverlust, Toleranz, Entzug, Vernachlässigung anderer Interessen, Fortsetzen trotz Schäden.
  4. 4Akute Gefahr suchen: Bewusstseinsstörung, Atemdepression, Krampfanfall, Delir, Suizidalität, Fremdgefahr, schwere Intoxikation.
  5. 5Komorbidität mitdenken: Depression, Angst, PTBS, Persönlichkeitsstörung, Psychose, ADHS, Schlafstörung.
  6. 6Motivation und Krankheitseinsicht prüfen, aber nicht moralisieren.
  7. 7Prüfungsfalle: Abstinenzentscheidung allein macht noch keine sichere Entgiftung.
Abschnitt

Schädlicher Gebrauch oder Abhängigkeit?

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Die Unterscheidung ist ein Klassiker.

  • Schädlicher Gebrauch bedeutet Konsum mit nachweisbaren körperlichen oder psychischen Schäden.
  • Abhängigkeitssyndrom meint ein Muster mit Kontrollverlust, starkem Verlangen, Toleranz, Entzug, Einengung und Fortsetzen trotz Schäden.
  • Toleranz bedeutet, dass für gleiche Wirkung mehr Substanz gebraucht wird oder gleiche Menge weniger wirkt.
  • Craving ist starkes Verlangen oder Drang zu konsumieren.
  • Kontrollverlust betrifft Beginn, Menge, Dauer oder Beendigung des Konsums.
  • Soziale Folgen können wichtig sein, ersetzen aber nicht die diagnostische Kriterienlogik.
  • Prüfungsfalle: Hohe Trinkmenge allein beweist Abhängigkeit nicht; das Muster entscheidet.
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Intoxikation und Entzug: Notfallzeichen

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HPP-Grenzen sind bei Suchtfragen besonders wichtig.

  • Alkoholintoxikation: Koordinationsstörung, Enthemmung, Bewusstseinsveränderung, Atem-/Aspirationsrisiko bei schwerer Vergiftung.
  • Alkoholentzug: Tremor, Schwitzen, Unruhe, Schlafstörung, Krampfanfallrisiko und Delirrisiko.
  • Delirium tremens: Bewusstseinstrübung, Desorientierung, Halluzinationen, vegetative Entgleisung; medizinischer Notfall.
  • Opioidintoxikation: Bewusstseinseintrübung, Atemdepression, Miosis; Notfall.
  • Stimulanzien: Unruhe, Tachykardie, Hypertonie, Angst, Psychose, Krampfanfall oder Hyperthermie möglich.
  • Benzodiazepin-/Sedativaentzug kann gefährlich sein und Krampf-/Delirrisiken bergen.
  • Prüfungsfalle: Entgiftung nicht als einfache HPP-Gesprächsintervention behandeln.
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Substanzinduzierte Psychose und Komorbidität

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Sucht und andere Störungen treten häufig zusammen auf und können sich gegenseitig imitieren.

  • Substanzinduzierte Psychose kann während oder nach Konsum auftreten und über einfache Intoxikation hinausgehen.
  • Cannabis, Amphetamine, Kokain, Halluzinogene, Alkoholentzug und Medikamente können psychotische Symptome triggern.
  • Depressive Symptome können Folge von Konsum, Entzug, Lebensfolgen oder eigenständiger affektiver Störung sein.
  • Angst und Schlafstörung können Konsumfolge oder Konsumauslöser sein.
  • ADHS und Persönlichkeitsstörungen können mit Substanzgebrauch komorbid sein.
  • Pathologisches Spielen zeigt Kontrollverlust, Einengung, Fortsetzen trotz Schäden und soziale Folgen ohne Substanz.
  • Prüfungsfalle: Erst Psychose diagnostizieren und Substanz-/Entzugskontext ignorieren.
Abschnitt

Merke: Sucht ist Diagnose plus Sicherheitsfrage

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Bei Abhängigkeit prüfst du Kriterien, Substanz, Entzug, Intoxikation, Komorbidität und Gefährdung. Akute Intoxikation, Atemdepression, Entzugsdelir, Krampfanfall, Psychose oder Suizidalität gehören nicht in alleinige ambulante HPP-Behandlung.

FAQ

Häufige Fragen

Quellen und Stand

Quellen

Prüfungsnahe Fragen und Lernkarten für Heilpraktikerprüfung und HPP, Themenfeld Psychiatrie, zuletzt geprüft am 6.5.2026.

Originale HPP-Lernkarte aus Corpus- und offizieller Klassifikationsanalyse; keine Nutzung fremder PDF-Inhalte.

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