Neurotische Störungen
Diese Lernkarte bündelt die HPP-Logik der neurotischen, Belastungs- und somatoformen Störungen: Panik, Phobie, generalisierte Angst, Zwangsgedanken und Zwangshandlungen, somatoforme Beschwerden, Dissoziation, akute Belastungsreaktion, Anpassungsstörung und PTBS sicher unterscheiden.
Attackenartig oder dauerhaft? Panik ist plötzlich und begrenzt, generalisierte Angst ist anhaltende Sorgenanspannung.
- Attackenartig oder dauerhaft? Panik ist plötzlich und begrenzt, generalisierte Angst ist anhaltende Sorgenanspannung.
- Situationsgebunden? Phobien beziehen sich auf bestimmte Objekte, Situationen oder soziale Bewertung.
- Ich-dyston und widerständig? Zwangsgedanken werden meist als eigene, unsinnige oder übertriebene Gedanken erlebt.
- Körperfokus? Somatoforme Störungen zeigen anhaltende körperliche Beschwerden trotz unzureichender organischer Erklärung.
Fachbegriffe bleiben dezent im Lesefluss markiert und sind hier gesammelt zum schnellen Wiederfinden.
Warum dieses Thema relevant ist
Diese Störungsgruppe prüft besonders die Abgrenzung: Angst als Attacke, Situation, Daueranspannung, Zwang, Körperfokus, Dissoziation oder Traumafolge. Die Körpersymptome sind real belastend; HPP-Prüfungslogik verlangt aber immer auch somatische Abklärung und Notfallgrenzen.
Warum das wichtig ist
Angst, Zwang, somatoforme und dissoziative Begriffe kommen im HPP-Korpus oft als Distraktoren vor. Eine breite Karte hilft, die wiederkehrenden Abgrenzungen statt isolierter Definitionen zu lernen.
Typische Fehler
- 1Panikattacke und generalisierte Angst nur nach Intensität unterscheiden.
- 2Zwangsgedanken mit Wahn verwechseln.
- 3Somatoforme Störung als eingebildete Krankheit abwerten.
- 4Dissoziation und Psychose gleichsetzen.
- 5PTBS ohne Trauma, Intrusion, Vermeidung und Hyperarousal ankreuzen.
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Erst Auslöser, Dauer und Realitätsbezug klären
Viele Vignetten klingen ähnlich. Die Struktur entscheidet.
- 1Attackenartig oder dauerhaft? Panik ist plötzlich und begrenzt, generalisierte Angst ist anhaltende Sorgenanspannung.
- 2Situationsgebunden? Phobien beziehen sich auf bestimmte Objekte, Situationen oder soziale Bewertung.
- 3Ich-dyston und widerständig? Zwangsgedanken werden meist als eigene, unsinnige oder übertriebene Gedanken erlebt.
- 4Körperfokus? Somatoforme Störungen zeigen anhaltende körperliche Beschwerden trotz unzureichender organischer Erklärung.
- 5Abspaltung? Dissoziative Symptome betreffen Erinnerung, Identität, Wahrnehmung, Bewegung oder Empfindung.
- 6Trauma- und Zeitbezug prüfen: akute Belastungsreaktion, Anpassungsstörung oder PTBS haben unterschiedliche Auslöser- und Verlaufsmuster.
- 7Prüfungsfalle: Thoraxschmerz, Synkope, neurologische Ausfälle oder Atemnot nicht vorschnell psychogen deuten.
Panik, Phobie und generalisierte Angst
Angstfragen lassen sich über Zeitmuster und Auslöser lösen.
- Panikattacke: plötzliche intensive Angst mit körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Zittern, Schwindel, Schwitzen oder Todesangst.
- Panikstörung: wiederholte unerwartete Panikattacken und Angst vor weiteren Attacken.
- Agoraphobie: Angst vor Situationen, aus denen Flucht schwierig erscheint oder Hilfe schwer erreichbar ist.
- Soziale Phobie: Angst vor negativer Bewertung, Bloßstellung oder Beschämung in sozialen Situationen.
- Spezifische Phobie: klar begrenzte Angst vor Objekt oder Situation, etwa Tier, Höhe, Blut oder Fliegen.
- Generalisierte Angststörung: anhaltende, schwer kontrollierbare Sorgen und Anspannung über viele Lebensbereiche.
- Prüfungsfalle: Panikattacke kann sich wie Herzinfarkt anfühlen; erstmalige oder atypische körperliche Symptome müssen medizinisch abgeklärt werden.
Zwang: nicht Wahn, nicht normales Grünbeln
Zwangsfragen prüfen Ich-Dystonie, Widerstand und Neutralisierung.
- Zwangsgedanken sind wiederkehrende aufdringliche Gedanken, Impulse oder Vorstellungen, die als belastend erlebt werden.
- Zwangshandlungen sind ritualisierte Handlungen oder mentale Akte zur Angstreduktion oder Gefahrenvermeidung.
- Betroffene erkennen die Gedanken häufig als übertrieben oder unsinnig, zumindest teilweise.
- Typische Themen: Kontamination, Kontrolle, Symmetrie, aggressive oder sexuelle intrusive Gedanken, religiöse Schuld.
- Zwang unterscheidet sich vom Wahn durch Distanzierung und inneren Widerstand.
- Normales Grünbeln ist weniger ritualisiert und nicht zwingend mit Neutralisierungszwang verbunden.
- Prüfungsfalle: Zwangsgedanken können inhaltlich bizarr wirken, sind aber nicht automatisch psychotisch.
Somatoform und dissoziativ: ernst nehmen, sauber abklären
Diese Störungen sind keine Simulation. Die Beschwerden sind real belastend, auch wenn die Erklärung psychisch mitbedingt ist.
- Somatoforme Störung: anhaltende körperliche Beschwerden und Beschäftigung damit, ohne ausreichende organische Erklärung.
- Hypochondrische Störung: starke Angst oder Überzeugung, an einer schweren Krankheit zu leiden.
- Somatoforme autonome Funktionsstörung: Beschwerden wirken wie autonome Organstörung, etwa Herz, Magen-Darm oder Atmung.
- Dissoziative Amnesie: relevante autobiografische Erinnerungslücken, meist belastungsbezogen.
- Dissoziative Bewegungs- oder Sensibilitätsstörungen können neurologisch wirken; somatische Abklärung bleibt wichtig.
- Depersonalisation/Derealisation kann bei Angst, Trauma, Depression, Substanzen oder Dissoziation auftreten.
- Prüfungsfalle: 'Kein organischer Befund' bedeutet nicht 'nichts'; aber neue Red Flags gehören erneut abgeklärt.
Trauma, akute Belastung, Anpassung und PTBS
Belastungsstörungen unterscheiden sich nach Auslöser, Schwere und Zeitverlauf.
- Akute Belastungsreaktion: vorübergehende Reaktion auf außergewöhnliche Belastung, zeitnah beginnend und meist rasch abklingend.
- Anpassungsstörung: emotionale oder Verhaltenssymptome nach belastendem Lebensereignis, ohne Extremtrauma.
- PTBS: nach außergewöhnlich bedrohlichem oder katastrophalem Ereignis mit Wiedererleben, Vermeidung, Hyperarousal und emotionaler Taubheit möglich.
- Intrusionen sind ungewolltes Wiedererleben, nicht einfach Erinnern.
- Vermeidung betrifft Reize, Orte, Gedanken oder Gespräche, die an das Trauma erinnern.
- Komorbidität mit Depression, Sucht, Angst, Dissoziation und Suizidalität ist prüfungsnah.
- Prüfungsfalle: Jede Belastungsreaktion PTBS nennen, obwohl Traumaqualität und Symptomcluster fehlen.
Merke: Körpersymptome zuerst sicher lesen
Angst, Zwang, somatoforme, dissoziative und Traumafolgestörungen können starke Körpersymptome machen. HPP-sicher ist: Red Flags medizinisch abklären, Realitätsbezug und Ich-Dystonie prüfen, Trauma- und Zeitmuster beachten, Suizidalität immer mitdenken.
Häufige Fragen
Quellen
Prüfungsnahe Fragen und Lernkarten für Heilpraktikerprüfung und HPP, Themenfeld Psychiatrie, zuletzt geprüft am 6.5.2026.
Originale HPP-Lernkarte aus Corpus- und offizieller Klassifikationsanalyse; keine Nutzung fremder PDF-Inhalte.
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